Verselbständigung



Trainingsappartement Lohwall

Hier werden bevorzugt Jugendliche wohnen, die zuvor in der JWG gelebt haben. Für diese Zielgruppe ergibt sich der Vorteil, dass sie zwar in einem gesonderten Wohnraum leben, aber die räumliche Nähe zum bekannten und akzeptierten Lebensraum erhalten bleibt. Persönliche Kontakte zu MitarbeiterInnen und BewohnerInnen bleiben bestehen. Auch die weitere Betreuung zu dem bereits vertrauten Bezugserzieher bleibt.

Eine Aufnahme von Jugendlichen, die vorher nicht in der JWG gelebt haben ist grundsätzlich möglich, wenn diese Wohnform im Einzelfall geeignet erscheint. Die Betreuung kann dann auch durch Mitarbeiterinnen des SBW´s erfolgen.

 



Trainingswohnung

Vom Team des SBW´s werden zwei Trainingswohnungen betreut. Diese sind komplett eingerichtet. Hinsichtlich der Ausstattung entsprechen diese einer Wohnung, die sich die jungen Erwachsenen im Falle der endgültigen Verselbständigung leisten können. Sie dient als befristetes Lern- und Übungsfeld.

 



Sozialpädagogisch betreutes Wohnen | ambulant

Bei fortschreitendem Verselbständigungsprozess bieten wir den jungen Erwachsenen ambulante Betreuung an. Die Betreuungsdichte nimmt ab. Die Berechnung erfolgt nach Fachleistungsstunden.

 



Trainingswohnung

Sozialpädagogisch betreutes Wohnen | stationär

Hier können sowohl junge Menschen aufgenommen werden, die bereits einige Zeit im Kiwo verbracht haben als auch Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund ihrer familiären Situation einer betreuten Wohnform bedürfen. Das Büro des SBWs auf der Borkener Straße ist sozusagen die „Zentrale”. Hier befinden sich die Büros der 3 hauptamtlichen Pädagogen. Dieses Büro ist als Anlaufstelle in der Regel wochentags von 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr und am Wochenende einige Stunden nach Bedarf besetzt. In dieser Zeit können sich die Jugendlichen an die MitarbeiterInnen wenden. Dieser Rahmen bietet auch Gelegenheit zum unverbindlichen Gespräch bei einer Tasse Kaffee. Regelmäßige Gruppengespräche oder Angebote (z. B. gemeinsames Kochen o. ä.) finden dort auch ihren Platz. Darüber hinaus finden regelmäßige abgesprochene Kontakte zwischen den MitarbeiterInnen und den Jugendlichen statt. Diese finden nach den Erfordernissen im Einzelfall statt.

Im gleichen Haus befinden sich 2 Wohngemeinschaften, in der jeweils 3 BewohnerInnen leben und sich eine Küche sowie die Hauswirtschafts- und Sanitärräume teilen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Betreuungsteam (Anbindung, Kontrolle) ist diese Wohnform besonders zu Beginn des Verselbständigungsprozesses gut geeignet.

 



Team SBW Lünen

Sozialpädagogisch betreutes Wohnen (Lünen) –
Wir lassen Dich nicht im Regen stehen!

Das SBW Lünen des Kiwo befindet sich in Lünen-Alstedde. Die Stadtmitte lässt sich zu Fuß oder mit dem Rad gut erreichen. Busanbindung ist ebenfalls vorhanden.

Wir verfügen in unserem ruhig gelegenen Wohnhaus über drei ansprechend eingerichtete Wohnungen, bestehend aus jeweils drei Zimmern, für je einen jungen Menschen. Ebenso gehören zwei Bäder, eine Küche, ein gemeinsamer Wohnbereich und ein Balkon dazu. Auch die Aufnahme von Mutter/Vater mit Kind ist möglich.

In der ersten Etage befinden sich die Büros der MitarbeiterInnen, zwei Gemeinschaftsräume, die Küche, und ein Kicker. Außerdem gibt es einen Fahrrad-, Trocken- und Waschkeller.

Unser Ziel ist es, die Bewohner auf ein selbständiges Leben vorzubereiten.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene in der Vorbereitung auf ein eigenständiges Wohnen und Leben im Rahmen der §§ 34 und 41 KJHG sowie in Einzelfällen der Eingliederungshilfe oder Hilfe in besonderen Lebenslagen nach demSGB XII – aber auch an alleinerziehende Mütter oder Väter, die Handlungskompetenzen als Eltern erarbeiten wollen und müssen – jedoch noch einen eigenen Beratungs- und Begleitungsbedarf haben (§19 KJHG).

Wir machen uns gemeinsam auf den Weg!

mit folgenden Themen:


Schule / Ausbildung

In engem Kontakt mit Schulen, Ausbildungsbetrieben und der Arbeitsagentur, arbeiten wir individuell mit jedem jungen Menschen an einer tragfähigen beruflichen Perspektive.


Tagesstruktur

Mit Unterstützung soll dem Jugendlichen eine Ausgewogenheit zwischen den täglichen Pflichten und einer sinnvollen Freizeitgestaltung nahe gebracht werden.


Hauswirtschaft

Im SBW sind die Bewohner Selbstversorger!
Das Team unterstützt die jungen Menschen bei den täglichen Arbeiten der Haushaltsführung, sowie der Planung und Erledigung der Einkäufe.


Finanzen, Ämter und Behörden

Das Betreuungsteam ist Ansprechpartner bei organisatorischen Aufgaben wie z.B. Begleitung bei Ämter- und Behördengängen oder dem Ausfüllen von Anträgen und Formularen.
Zusätzlich unterstützen wir die Jugendlichen in der sinnvollen Einteilung ihrer finanziellen Mittel.


Persönliche Anliegen

Wir bieten Unterstützung bei Schwierigkeiten mit der Familie und sind Ansprechpartner bei Ängsten und Sorgen, die der junge Bewohner nicht gern allein bewältigen möchte.


Mutter/Vater und Kind – eine Einheit, zwei Personen

Schwangerschaft und Geburt eines Kindes ist eine einschneidende Veränderung im Leben einer Frau. Körperlich, sozial, wirtschaftlich, aber auch emotional sind die jungen Frauen gefordert, dem neuen Leben zu begegnen.

Wir möchten den jungen Müttern professionelle Begleitung, Betreuung und Förderung ermöglichen. Die qualifizierte Anleitung der jungen Mütter in Fragen der Kinderpflege, Ernährung, medizinischer Versorgung und Vorsorge, als auch das Initiieren von Förderung der kindlichen Entwicklung und Sozialisation (Krabbelgruppen, Kinderturnen, etc.) ist durch die langjährige Erfahrung der MitarbeiterInnen sichergestellt.

Durch ein Netz an qualifizierten Tagesmüttern sollen die jungen Mütter Unterstützung finden, um auch ihre Lebenswegplanung effizient gestalten zu können bzw. die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit erst zu ermöglichen.


Das Team

Die Betreuung der jungen Menschen wird durch ein gemischtgeschlechtliches Team aus 3 pädagogischen Fachkräften gewährleistet. Wir verfolgen das Ziel, einen breiten Erfahrungsschatz und eine gut entwickelte Kompetenz in allen Fragen der Betreuung und Verselbständigung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Entwicklungsverzögerungen, Lernbehinderungen und/oder Sozialisationsstörungen zu erreichen.


Haus SBW Lünen

Ansprechpartnerin

Melanie Faßbender, Diplom-Pädagogin Melanie Faßbender
Diplom-Pädagogin
02306 9598255   fassbender@kiwo-jugendhilfe.de
Bereichsleitung:
SBW Lünen
Tagesgruppe Lünen-Brambauer

 



Teamfoto-Projekt-Jugendwohnen

Projekt Jugendwohnen (Lünen)

Grundgedanken

Das „Projekt Jugendwohnen” richtet sich an Jugendliche, die auf ihrem Weg ins autonome Leben zielgerichtete Unterstützung benötigen.
An Persönlichkeiten, die durch ihre Vorerfahrungen bereits eine Teilautonomie erreicht haben, die sie nicht mehr aufgeben können oder wollen.

Ihnen wird ein differenzierter Rahmen von Kontrolle und Selbstbestimmung beim Leben in einer Hausgemeinschaft angeboten. Wir möchten gemeinsam mit ihnen ihr Autonomiebestreben in konstruktiver Form besprechen und ausgestalten. Unser Beziehungsangebot liegt auf der Ebene von Zweck- und Arbeitsgemeinschaften.

In Bereichen, in denen das eigene Autonomieverhalten der positiven Entwicklung entgegensteht, werden die Jugendlichen kontrollierende Anleitung erfahren.

Durch die Mitarbeiter und externe Kräfte des „Projekts Jugendwohnen” werden spezielle Förder- und Trainingsmodule angeboten. In diesen Modulen wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, ihre weniger gut ausgebauten Fähigkeiten zu erweitern und Stärken auszubauen (Kooperationsfähigkeit; handwerkliche Fähigkeiten; das Ergänzen von Bildungsabschlüssen; der Erwerb von Kenntnissen Haushaltsführung und Finanzen.)


Beschreibung

Das „Projekt Jugendwohnen” ist eine koedukative Wohnform für Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Eine 24 Stunden-Betreuung wird gewährleistet.
8 bis 10 Plätze.
Wir wollen Jugendliche in kritischen oder belastenden Lebenssituationen sozialpädagogisch fördern und begleiten und so zeitweise die Unterstützungsaufgabe des Herkunftssystems entlasten, unterstützen, ergänzen oder übernehmen.

Das Wohnprojekt stellt ein Angebot für Jugendliche mit biographischen Brüchen, diskontinuierlichen Entwicklungsverläufen und instabilen Beziehungserfahrungen dar, die in der Regel nur bedingt neue Anbindung suchen, sondern auf dem Weg zur eigenen Autonomie sind.

Ein individuell angepasstes Betreuungsarrangement ermöglicht die Konzentration auf die Bewältigung einer Krisensituation und hilft bei der Suche und Erstellung eines alternativen Lebenskonzeptes.

Dabei sollen die Entdeckung, Entwicklung bzw. der Ausbau eigener Fähigkeiten und Stärken im Sinne der Selbstbemächtigung den Schwerpunkt bilden (siehe Module / Projekte). „Was kann und will ich tun, um meine Zukunft im Rahmen meiner Möglichkeiten selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten?”
Es geht hier um das Leben in einer Hausgemeinschaft und nicht um die Lebensform einer Wohngruppe.
Die Anpassung an Gruppennormen und Verhaltenserwartungen werden auf der Ebene von Zweck- und Arbeitsgemeinschaft erwartet.
Die Eingliederung in soziale Strukturen (Schule, Arbeitsplatz, Sport, Hobby, Freundeskreis) ist hier das Ziel.
Lebenspraktische, schulische und berufliche Förderung bildet einen wichtigen Baustein des Projekts.
Angestrebte Ziele sind die Verselbstständigung oder die Rückkehr in oder in die Nähe der Familie.


Dazu gehören:
  • Leben im eigenen Zimmer, im „Projekthaus”
  • mit Tagesstruktur (Schule, Beruf, altersangemessenen Anwesenheitszeiten)
  • mit Kontrolle der Einhaltung der Regeln der Hausgemeinschaft und
    der gesellschaftlichen (Mindest-)Normen
  • (24-Stunden-Dienste)

Dazu können gehören:
  • Selbstgestaltete, eigenverantwortliche Verpflegung (alleine oder in der Kleingruppe)
  • Teilnahme an der Gemeinschaftsverpflegung
  • Eigenverantwortliche Umgang mit den persönlichen Geldern
    (TG, Bekleidungsgeld)
  • Teilnahme an den verschiedenen Förder- und Vorbereitungsangeboten

Der Rahmen von Kontrolle und Selbstbestimmung wird verhandelt und erarbeitet, je nach den vorausgegangenen Erfahrungen und eigenen Fähig- und Fertigkeiten!


Leistungen:
  • Pädagogische Arbeit mit Transparenz, Grenzsetzung und Vertrauen, um ein an-
    gemessenes Sozialverhalten zu fördern
  • Strukturierter Alltag zum Erlernen von Eigenverantwortung und Selbständigkeit
  • Individuelle pädagogische Betreuung der Jugendlichen durch Pädagoginnen
    und -pädagogen
  • Unterstützung bei der Lösung von Konflikten
  • Unterstützung bei problematischer Schul- und Ausbildungssituation
  • Intensive Zusammenarbeit mit Jugendamt, Eltern, Schule, Ausbildungsstelle
  • Konfliktbearbeitung mit dem Herkunftssystem
  • Beteiligung der Eltern/Sorgeberechtigten
  • Förderung einer angemessenen Kontaktes zur Familie
  • Rückführung in oder in die Nähe die Herkunftsfamilie oder Hilfe zur Verselbst-
    ständigung

Individuelle Module:

„In-House”-Projekte zur gezielten Förderung in kleinen (Arbeits-)Gruppen. Durchgeführt von Teammitgliedern, externen Kräften, bzw. in Kooperation mit anderen Maßnahmeträgern.

  • Förderung der handwerklichen Fähigkeiten
    (Werkangebot im Haus) (Handwerker (im Ruhestand)/Berufsschullehrer!?)
  • Individuelle schulische Förderung
    (gezielte Nachhilfeangebote im Haus)(Schülernachhilfe/eingekaufte Lehrer/ auch im Ruhestand)
  • Gruppendynamische Übungen/Kooperationsspiele/ Training des Sozialverhaltens
  • Gezielte erlebnispädagogische Angebote
  • Haushaltsführung / Hauswirtschaft

Ziele:
  • Identitätsfindung und Stärkung von Fähigkeiten
  • Einhaltung altersspezifischer Verpflichtungen (Schulbesuch/Ausbildung)
  • Bewältigung von Krisen- und Entwicklungsproblemen
  • Entwicklung einer mittelfristigen Lebensplanung
  • Beziehung zur Herkunftsfamilie stützen/Elternarbeit
  • Aufbau eines sozialen Netzwerkes
  • Entwicklung schulischer und beruflicher Perspektiven
  • Förderung des Kulturverständnisses
  • Stärkung von Beziehungs-/Bindungsfähigkeit

Vernetzung / Kooperationsstrukturen:
  • Sozialdienste
  • ambulante Jugendhilfe
  • Jugend- und Erziehungsberatung
  • Clearing – Fall- und Fachberatung Hilfe zur Erziehung
  • Sozialpädagogische Familienhilfe
  • Kinderschutz
  • Herkunftsfamilie
  • Beratungsstellen, Schulen, Ausbildungsstellen, begleitende Maßnahmen
  • (Berufsbildungszentrum/Jugendberufshilfe, Agentur für Arbeit)

Eine grundlegende Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist die Voraussetzung dafür, dass die jungen Menschen ihre Mitbestimmung wahrnehmen und gemeinsam mit uns die Ziele benennen und erarbeiten können, die sie in ihrer Zeit im „Projekt-Jugendwohnen” erreichen wollen.



Zur Nutzung des Hauses:

Keller:
  • Einrichtung einer Werkstatt
    • zur gezielten Förderung handwerklicher Fähigkeiten
    • zum Erlernen des Arbeitens in kleinen Teams
    • zur sinnvollen Freizeitgestaltung (Projekte/Hobbys)
  • Hauswirtschaftsraum
    • Waschen
    • Trocknen
    • Bügeln
  • Einrichtung eines Musikraums im Keller (optional)
    • musizieren mit Teammitgliedern, externem Musiker / Musiktherapeuten
    • selbständiges musizieren
  • Einrichtung eines Fitnessraums im Keller (optional)

EG:
  • Gruppenraum
  • Büro
  • Bereitschaftszimmer
  • 1 Bewohnerzimmer
  • Küche
  • Duschbad

Halbe Etage zum 1. OG:
  • 2 Toiletten
  • 1 Bad

1. OG:
  • 6 Bewohnerzimmer (getrennte Etagen nach Geschlecht)
  • Küche
  • Bad

Halbe Etage zum 2. OG:
  • 2 Toiletten
  • 1 Bad

2. OG:
  • 5 Bewohnerzimmer (getrennte Etagen nach Geschlecht)
  • Küche
  • Bad

Dachgeschoss:
  • Nutzung des großen Wohnraumes mit Küche
    • Gruppendynamische Übungen/Kooperationsspiele/
      Training des Sozialverhaltens
    • Förderraum (schulisch, therapeutisch)
    • Besprechungsraum
    • Trainingsküche
  • 1 Bad

Hausansicht-Projekt-Jugendwohnen

Ansprechpartner

Gilbert Grieger, Diplom-Heilpädagoge Gilbert Grieger
Diplom-Heilpädagoge
02306 9598256   grieger@kiwo-jugendhilfe.de
Bereichsleitung:
Wohngruppe Lünen Vogelscher
Lünener Familienpatenschaften
Projekt Jugendwohnen (Lünen)