Intensiv_Heilpädagogische Intensivgruppe Spurwechsel

Intensiv
Heilpädagogische Intensivgruppe Spurwechsel

Basics

Heilpädagogisches Tun, verstanden als Erziehung unter erschwerten Bedingungen, beinhaltet ein auf das Individuum ausgerichtetes Handeln. Das stetige Bemühen um eine Beziehung zum Kind und Jugendlichen begründet die Basis für dessen emotionales Gleichgewicht, das mit der Zeit ein Mehr an Selbstreflexion und Konfliktfähigkeit ermöglichen kann.

Intensiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Kinder durch ein erhöhtes personelles Angebot in einem sehr überschaubaren, klar strukturierten und fördernden Rahmen, die notwendigen Grundbedingungen für eine positive Entwicklung erleben.

In der koedukativen „Heilpädagogischen Intensivgruppe” können 7 Kinder ab dem Grundschulalter aufgenommen werden.

In einem eng organisierten und deutlich strukturierten Rahmen besteht ein ständiger Kontakt zwischen dem Kind/Jugendlichen und dem Pädagogen. Vor diesem Hintergrund hält der Pädagoge die Balance zwischen gewähren und probieren lassen auf der einen und der konsequenten Darstellung der äußeren Realität auf der anderen Seite. Wir gehen von dem Gedanken Hermann Nohls aus: „Wir dürfen nicht von den Schwierigkeiten ausgehen, die ein Kind macht, sondern von denen, die das Kind hat.”


Ziel

Ziel ist es, die Notwendigkeit der intensiven Betreuung zu überwinden und dem Kind / Jugendlichen Schritt für Schritt die Möglichkeit zu eröffnen, sich aus der Gruppe heraus zu entwickeln. Dies kann die Rückführung in die Herkunftsfamilie oder ein anderes pädagogisches System bedeuten. Im Rahmen der intensiven Elternarbeit ist die Perspektivklärung und die damit verbundene Frage der Ressourcen und Möglichkeiten der verantwortlichen Eltern permanentes Thema.


Schule

Zur Integration „nicht beschulbarer” Kinder / Jugendlichen bietet die Kiwo Jugendhilfe in Kooperation mit der Pestalozzi-Schule (Förderschule mit Schwerpunkt emotionale / soziale Entwicklung und Lernen) das Angebot der Kiwo-Klasse mit dem Ziel der Reintegration der Kinder / Jugendlichen in eine Regelschule.


Vernetzung

Das Ziel, die komplexen Probleme, die zur Aufnahme des Kindes / Jugendlichen führten zu verstehen und zu lösen, macht eine Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen und Institutionen unabdingbar. Kinder, die die Aufnahme in der „Heilpädagogischen Intensivgruppe” finden, haben zumeist Erfahrung mit professioneller Erziehung bzw. mit therapeutischen Maßnahmen und Behandlungen in Kinder- und Jugendpsychiatrien. Zur rechtlichen, finanziellen und fachlichen Sicherstellung der notwendigen Maßnahmen ist die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Jugendämtern, anderer Institutionen wie Schule, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Fachberatungsstelle sowie freien Praxen von Kindern- u. Jugendpsychiatern, notwendig. Eine mit der Gruppe eng kooperierende Kinder- und Jugendpsychiaterin, die gleichzeitig auch Kinderärztin ist, stellt eine medizinische und ggf. therapeutische Begleitung sicher.


Team

Die Pädagogen der „Heilpädagogischen Intensivgruppe” verstehen sich als ein multiprofessionelles Team, das aufgrund seiner unterschiedlichen beruflichen Schwerpunkte und der Unterschiedlichkeit der Persönlichkeiten über ein breites Handlungsspektrum verfügt, mit dessen Hilfe es den unterschiedlichen Kindern und Jugendlichen im alltäglichen Beisammensein individuell begegnen kann. In der Gruppe arbeiten zurzeit 5 pädagogische Mitarbeiter: eine Erzieherin, eine Diplom-Heilpädagogin, ein Erzieher, ein Sozialpädagoge, eine Berufsanerkennungspraktikantin und eine Hauswirtschaftsmeisterin.


Ansprechpartner

Andreas Völker, stellvertretender Leiter Andreas Völker
Diplom-Heilpädagoge
stellvertretender Leiter
pädagogischer Leiter
02594 9448-12   info@kiwo-jugendhilfe.de
Bereichsleitung:
Kiwo-Klasse
Heilpädagogische Intensivgruppe Spurwechsel (HIG)
Heilpädagogische Intensivgruppe ISAAK (HIG)
Intensivgruppe intern 2